Breitbandausbau Brandenburg

Brandenburg treibt den Breitbandausbau voran

Gedenktafel EFRE Brandenburg - Glasfaser 2020: © Jürgen Dworak / Q:marketing Aktiengesellschaft

Die flächendeckende Versorgung unseres Landes mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ist ein wichtiger Impuls für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand in Brandenburg. Neben der Steigerung der Produktivität und der Leistungsfähigkeit von Unternehmen erhöht ein breitbandiger Internetzugang die Lebensqualität. Deshalb treibt die Landesregierung den Ausbau der Breitband-Infrastruktur mit Nachdruck voran. Nach ersten Zielsetzungen sollte in ganz Brandenburg eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens Zwei Megabit/Sekunde (Mbit/s) gewährleistet werden.

Die Brandenburgische Breitbandstrategie setzte darauf, dass durch Wettbewerb und durch eine Technologie- und Anbietervielfalt dieses Ziel erreicht werden kann. Zudem müssen Bund, Land, Kommunen und die Wirtschaft an der Umsetzung mitwirken.

Die Umsetzung umfasst vier Säulen:

  1. Nutzung von Synergien beim Infrastrukturaufbau durch die Öffnung und Mitnutzung von vorhandenen öffentlichen und privaten Einrichtungen des Telekommunikationssektors und der anderen Infrastrukturbereiche - etwa Straßenbau.
  2. Unterstützende Frequenzpolitik: Mit der Strategie wird insbesondere klargestellt, dass ein Teil der Digitalen Dividende, die sich durch die Digitalisierung der Fernsehübertragung ergeben hat, künftig für die breitbandige Erschließung des ländlichen Raums genutzt werden soll.
  3. Wachstumsfreundliche Regulierung: Bei der Regulierung auf Basis des geltenden Telekommunikationsgesetzes soll mit Blick auf den bundesweit milliardenschweren Aufbau neuer Zugangsnetze besonderes Augenmerk auf Planungssicherheit und auf die Aktivierung kooperativer Ansätze im Markt gelegt werden.
  4. Finanzielle Fördermaßnahmen: Staatliche Fördermaßnahmen sind grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn der Markt kein angemessenes Angebot zur Verfügung stellt. Für eine kurzfristige Schließung von Lücken in der Fläche stehen u. a. Mittel aus der Gemeinschafsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" , „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie dem Zukunftsinvestitionsgesetz bereit.

Mittlerweile sind die Anforderungen an eine breitbandige Internetverbindung weit höher. Der Bund hat sich das Ziel gesetzt, bis 2018 75 % der Haushalte mit wenigstens 50 Mbit/s zu versorgen. Diese Vorgaben hat auch das Land Brandenburg übernommen und ein Gutachten in Auftrag gegeben um zu prüfen, inwieweit das Land mit einer möglichst flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur ausgebaut werden könnte. Die Ergebnisse des Gutachten bestätigten, dass unter bestimmten Umständen ein solcher Ausbau möglich wäre. Seit 2013 wird das Konzept zur Errichtung einer möglichst flächendeckenden Glasfaservernetzung umgesetzt.

letzte Änderung am 15.02.2016